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Tigermücke jetzt auch in Deutschland

Vorsicht vor der Tigermücke. Nach den heftigen Regenfällen gerade in Süddeutschland bricht dort jetzt eine Mückenplage aus, denn gerade diese feuchten Gebiete sind ideale Brutstätten für die gefürchteten Blutsauger.

Tigermücke

Tigermücke – Pixabay.com

In vielen Tümpeln und Seen können sich die Mückenlarven hervorragend entwickeln und deshalb muss mit einer enormen Mückenplage gerechnet werden.

Das betrifft neben der einheimischen Mücke auch Mücken wie die Tigermücke,  die durch den regen Waren- und Reiseverkehr aus dem Ausland zu uns verschleppt worden ist.

In Deutschland finden wir die Asiatische Tigermücke, nicht zu verwechseln mit der Agyptischen Tigermücke, die bevorzugt in Afrika und Latain Amerika vorkommt und dort schon für Epedemien verantwortlich ist.

So ist ihr Vorhandensein seit den 1990er Jahren in Europa bekannt.

Nach Auskunft des Leibnitz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung hat in diesem Jahr das erste mal die Tigermücke in Thüringen den Winter überlebt. Die Tigermücken, auch Tigermoskitos genannt, stammen eigentlich aus Asien, verbreitet sich aber aufgrund ihrer außerordentlichen Anpassungsfähigkeit und unterstützt durch die globale Erderwärmung in immer mehr Ländern..

Sie sind dafür bekannt, dass sie Krankheiten wie zum Beispiel das Chikungunya- und Denguefieber übertragen kann.

Siehe auch  den Beitrag bei Wikipedia.

Am wohlsten fühlen sich diese Mücken bei einer Temperatur von 25 ºC, weshalb sie vornehmlich in südlichen Ländern beheimatet sind. Da durch die Klimaerwärmung es aber auch in Deutschlan wärmer wird und es an knackig kalten Wintern fehlt, hat die Tigermücke auch hier eine Heimat gefunden.

Das Tigermückenweibchen legt bis zu 200 Eier, und die Mückenlarven schlüpfen nach ca. 15 – 20 Tagen.

So erkennen Sie eine Tigermücke

Die asiatischen Tigermücken sind, ebenso wie unsere heimische Stechmücke, zwischen 2 und 10 Millimeter groß und auffällig schwarz mit weißen Tigertupfen (siehe Bild).

Wie groß eine Tigermücke wird, hängt von der Anzahl sich entwickelnder Larven innerhalb eines Tümpels oder Gewässers ab.denn mit der steigenden Anzahl verringert sich das Nahrungsangebot für die Larven.

Auch hier sind die Männchen kleiner als die Weibchen und nur die Weibchen saugen Blut, das sie zur Bildung ihrer Eier benötigen.

Eine Tigermücke benötigt zu Eierbildung je nach ihrer Größe bis rund zwei Mikroliter Blut, das sie in den wenigsten Fällen von einem Wirt erhalten kann. Sie sticht daher mehrfach nicht nur Menschen sondern auch andere Säugetiere und auch Vögel. Dadurch wird sie zum gefährlichen Krankheitsüberträger.

Diese Gefahr geht von der Tigermücke aus

Auch bei der Tigermücke besteht, wie bei allen stechenden Insekten auch die Gefahr, eine Krankheit übertragen zu bekommen. Vornehmlich war das bisher das Chikungunya-Fieber, das in Europa in Italien, in der Provins Ravenna laut Wikipedia durch die Tigermücke auf ca. 200 Personen übertragen wurde. Auslöser war ein erkrankter Tourist, der den Virus aus Indien eingeschleppt hatte.

Ebenfalls wird durch diese Mücke das Dengue-Fieber übertragen. So wurde das Fiber 2010 in Nizza / Südfrankreich eine Dengue-Infektion nachgewiesen, ebenfalls 2010 bei einem deutschen Touristen, der in Kroatien Urlaub gemacht hat, 2013 wieder in Südfrankreich in Aix-en-Provence und 2015 in Nimes.

Dadurch wurde nachgewiesen, das die Tigermücke in Europa heimisch geworden ist.

Das Insekt ist nur schwer zu bekämpfen. Trotzdem wird durch verschiedene Maßnahmen versucht, den Bestand dieser Mücke möglichst gering zu halten. So werden Larvengewässer überwacht, ebenso wie die bisher bekannten Einfallswege über den internationalen Handel wie Häfen, Lagerhäuser, importierte Pflanzen usw.

Einen sehr interessanten Bericht finden Sie auch >>> HIER <<< oder in einem Beitrag des Bundes Umweltamtes.

Tigermücke auf Mallorca

Auch auf Mallorca, der beliebtesten Urlaubsinsel der Deutschen ist die Tigermücke heimisch. Und auch dort ist der Stich besonders tückisch, denn deren Sekret hinterlässt schmerzhafte Entzündungen unter der Haut.

Die asiatische Tigermücke ist auf Mallorca seit 2012 bekannt und vermehrt sich dort aufgrund des warmen Klimas und der vielen Wassertümpel ungemein. Inzwischen soll sie schon auf 50% der Insel vertreten sein.

Wie bei jeder Mückenart, überträgt auch diese Mücke nur dann Krankheiten, wenn sie selbst infiziert ist. Zu schwerwiegenden Krankheitsübertragungen ist es auf Mallorca bisher nicht gekommen. Trotzdem versuchen die einzelnen Gemeinden auf der Mittelmeer-Insel gegen die Mücken vorzugehen.

Neben der allgemeinen Schädlingsbekämpfung soll auch eine Informationskampagne helfen, die an die Bevölkerung gerichtet ist. denn die meisten Mücken schlüpfen auf Privatgrundstücken in kleinen Tümpeln, in Blumenkübeln, Eimern und ähnlichen Gefäßen.

Wie es sich für eine Urlaubsinsel gehört, werden bei der Mückenbekämpfung in erster Linie biologische Insektizide eingesetzt und chemische nur in besonders hartnäckigen Fällen..

Dabei sehen wir die einzelnen Aktionen natürlich in der Hauptsache in den Gebieten, in denen die Touristen sich aufhalten. Innerhalb der Insel, auf dem Land, wird nur sporadisch gegen Mücken vorgegangen, so dass ein Schutz auch und gerade vor der Tigermücke für jeden Urlauber Pflicht seien sollte.

So schützen Sie sich vor der Tigermücke

Zuerst einmal schützen Sie sich vor den Tigermücken wie vor jedem anderen saugenden Insekt mit Kleidung, die den Körper möglichst vollständig abdecken sollte.

Gerade in den Sommermonaten ist das aber sicher illusorisch.

Zum Glück gibt es inzwischen Repellents in Spray oder Lotionsform, die auch vor der Tigermücke schützen.

Hier einige Beispiele:

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